Die Herren des TC Huttwils überzeugten im ersten Ernstkampf nach der Winterpause mit einem konzentrierten Auftritt und verschafften sich mit sieben von neun gewonnenen Spielen eine gute Ausgangslage für die kommenden Interclub-Begegnungen.
Nach dem hauchdünn verpassten Aufstieg in der letzten Saison blickte Huttwil mit viel Vorfreude und Zuversicht in die diesjährige Interclub-Kampagne, welche man auf der heimischen Anlage im Bäch eröffnen durfte. Zwar ohne Aussicht auf den Thunersee, dafür mit Blick auf die Spycher Handwerk-Kamele begrüsste die 3. Liga Herren-Mannschaft des Tennisclubs Huttwil die Gäste aus Oberhofen, welche mit einem neu zusammengewürfelten Team an den Start gingen. Unaufgeregt und überlegt aufspielen lautete die Devise, um sich möglichst rasch wieder an die Wettkampfbedingungen zu gewöhnen. In den vergangenen Perioden verlief der Saisonauftakt nicht immer wunschgemäss, deshalb wollte man dieses Mal direkt von Beginn weg in Fahrt kommen.
Steigerungsläufe, Siege und Stolperer
Das Tagesduell wurde durch die Huttwiler Akteure Nick Jost (R6), Joel Lanz (R6) und Josua Grädel (R7) in Angriff genommen. Am besten startete Nick in seine Partie, der ohne grosse Anlaufschwierigkeiten in die Ballwechsel hineinfand und sich im ersten Durchgang noch knapp, im zweiten Satz dann mit konstanten und sauberen Bällen deutlich mit 7:5, 6:2 zum Sieger kürte.
Die anderen beiden Spielverläufe entwickelten sich ähnlich. Sowohl Joel als auch Josua konnten die Startsätze ebenfalls mit Mühe, aber entscheidend mit 7:5 an sich reissen – wenn auch noch mit einer gewissen Nervosität in den Schlägen. Aber auch sie legten im zweiten Satz einen Gang zu, minimierten ihre Eigenfehler und setzten sich letztlich klar mit 6:1, beziehungsweise 6:0 durch, womit sie für den perfekten Einstand in den Sonntagmorgen sorgten.
Für die Blumenstädter ergriffen nach dem ersten Turnus Amos Grädel, André Lanz und Nico Uhlmann (alle R7) die Initiative und versuchten, den Tagessieg bereits vor den abschliessenden Doppelpartien sicherzustellen. Und dies gelang auch sogleich: Nach überzeugenden Leistungen von Amos und André, die ihre Gegner durchwegs in Schach hielten und kaum etwas anbrennen liessen, zeigten die Spielstandsanzeiger jeweils das Resultat von 6:3, 6:3 zugunsten der Heimmannschaft an, was für die uneinholbaren Punkte vier und fünf sorgte. Einziger Wermutstropfen bildete die knappe Zweisatz-Niederlage (4:6, 4:6) von Nico Uhlmann, der sich noch nicht ganz von seiner besten Seite zeigen konnte.
Umso entschlossener fasste er jedoch zusammen mit Joel Lanz das darauffolgende Doppel ins Auge, welchem sie gleich zu Beginn den Stempel aufdrücken konnten. Den Startsatz buchten sie mit 6:1 auf ihr Konto, auch den zweiten Satz konnten sie trotz kurzer Schwächephase beim Stand von 4:3, in Folge welcher sie sich zwischenzeitlich zwei Satzbällen gegenübergestellt sahen, noch drehen und zum Schlussstand 7:5 ummünzen. Auf dem angrenzenden Tenniscourt sah die Sache etwas weniger gut aus: André Lanz und Nick Jost mussten sich ihren stark aufspielenden Gegenübern trotz Kampf mit 4:6 und 3:6 geschlagen geben.
Die Brüder Amos und Josua Grädel hingegen machten mit ihrer Partie nach einem kompromisslosen Auftritt kurzen Prozess – 6:0, 6:1 lautete das Verdikt, was den Gesamtskore von 7:2 besiegelte und somit zu einem insgesamt zufriedenstellenden Saisonstart herbeiführte. Die Rückreise konnten die Berner Oberländer dennoch euphorisch antreten: Der FC Thun hatte sich soeben auf dem Sofa zum frischgebackenen Schweizer Fussballmeister gekürt. Nächste Woche ist der Tennisclub Huttwil ebenfalls in einer Meisterregion zu Gast, wenn mit Düdingen im Kanton Freiburg die nächste Aufgabe auf sie wartet.